Steiniger Weg in die Neue Welt: Protestantische Siedler gründen Lunenburg
Herausgegeben von Dr. Paul und Eva Huber
In den Jahren
1750 bis 1752 hat die Britische Regierung etwa 2700 "protestantische Ausländer" zur Besiedlung
Nova Scotias angeworben. Sie stammten aus Deutschland, der Schweiz und dem heute zu Frankreich
gehörenden Montbéliard (deutsch: Mömpelgard). Für das heutige Kanada war diese die erste europäische
Besiedlung, die weder britisch noch französisch war. 1753 wurden diese Auswanderer von Halifax
100 km südwestwärts umgesiedelt, wo sie Lunenburg gründeten – heute ein “UNESCO Weltkulturerbe.”
Steiniger Weg... versucht zweierlei. Einerseits dokumentiert das Buch
diese Auswanderung durch Farbphotos mit kurzen Texten, die die damalige wirtschaftliche und
soziale Situation beleuchten und die Geschichte der Herkunftsortschaften skizzieren. Die Aufnahmen
wurden vor Ort von Kirchen, Denkmälern, Fachwerkhäusern, Schlössern usw. aufgenommen, die schon
zur Zeit der Auswanderung existierten.
Andererseits beschreiben die sechzehn Autoren in den Beiträgen auf englisch,
deutsch oder französisch die Erfahrungen der Auswanderergruppen, die Risiken ihres Unternehmens
und die Umstände ihrer Niederlassung in der Neuen Welt. Beispielhaft ist die anschauliche und
humorvolle Beschreibung des Schriftstellers Johann Gottfried Seume; er stellt nicht nur seine
Verschleppung 1782 über den Atlantik als Söldner dar, sondern auch seine ersten Erfahrungen
mit Ureinwohnern in Halifax. Einige der Artikel erscheinen zum erstenmal im vorliegenden Werk;
einige wurden neu bearbeitet. Die Texte in den verschiedenen Sprachen überschneiden sich zum
Teil, sind aber im allgemeinen ohne direkte Übersetzung verfasst.
Hochwertiger Einband, Farbdruck und Glanzpapier durchaus. Format: 8.5 x 11 Zoll
(entspricht etwa DIN A 4); viii + 192 Seiten; enthält Namensregister und Bibliographie. Gebunden
oder broschiert lieferbar.
|